Der "Hüttenröder Grasedanz" - ein Name, ein Begriff! Weit über die Grenzen der Region ist dieses traditionelle Brauchtumsfest des Harzes bekannt, wurde 1885 erstmals gefeiert. Wer die Farbenpracht der blumengeschm ü ckten Kiepen am ersten Sonntag im August einmal gesehen hat, der kommt gern in die Gem ü tlichkeit des kleinen Harzer Dörfchens zurück. Allen Gästen daher ein herzliches Willkommen. Ein Blick in die Geschichte ist erlaubt.
Nach einem Bericht aus dem Harzer Monatsheft von 1893 hat Dr. Louis Wille, der bekannte Harzer Heimatforscher, in dem 1937 erschienenen Buch "Sitte und Brauch im Jahresablauf geschrieben:
"Der Grasedanz wird in H ü ttenrode nachweislich seit 1885 im Anschluss an das Sch ü tzenfest gefeiert. Die jungen Mädchen bringen ihre mit Heu gef ü llten und mit Ebereschen geschm ü ckten Kiepen unter Vorantritt der Musik zum Festplatz. Das Heu wird unter Anweisung einer vorher gewählten Grasek ö nigin zu Haufe geordnet, mit Girlanden aus Eichenlaub und Ebereschenzweigen geschm ü ckt. Die Mädchen tanzen einen Galopp und Ringelreihen um die Heuhaufen. Dann geleitet die Musik die Mädchen wieder nach Hause.
Am Nachmittag sammeln sich die Mädchen und Frauen in Festtagskleidung vor dem Hause des Gemeindevorstehers. Der Zug wurde von der Grasek ö nigin geordnet, die eine Girlande aus Waldblumen, Eichen- und Tannenzweigen, einen Hagebuttenkranz und einen blumengeschm ü ckten Schleppsäbel trug. Einige andere Frauen, anscheinend vom Vorstande, hatten gleichfalls Hagebuttenkränze und mit Silberpapier und Bandschleifen geschm ü ckte Sicheln. Männer waren, außer den Gemeinderatsmitgliedern, die die K ö nigin aus dem Hause des Gemeindevorstehers geleiteten, nicht anwesend.
Nach einem 'Hoch' auf den Vorsteher setzte sich der Zug unter Vorantritt der Kapelle in Bewegung. An der Spitze marschierte die Grasekönigin inmitten der jungen Mädchen, die eine blanke Sichel trugen. |
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